Eröffnungsbeitrag: Mein Tempo, der Vogel und was das eine mit dem anderen und mit meiner Praxis zu tun hat

Vögel sind Luftbewohner. Ihre natürliche Verbindung zum Element Luft gibt ihnen die Möglichkeit, sich ganz und gar mit ihren eigenen Voraussetzungen in ihrem eigenen Tempo zu bewegen, Winde zu nutzen, sich treiben zu lassen und hin und wieder mit kräftigen Flügelschlägen die Vorwärtsbewegung voranzutreiben.
Der unbegrenzte Luftraum, in dem sich Vögel hauptsächlich bewegen, gilt als absolutes Symbol der Freiheit. Alles ist möglich – genial, oder?
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Wir hier unten auf dem Boden tun uns oft so schwer mit dieser Leichtigkeit im Leben. Mit der Abwechslung des treiben Lassens, des Vertrauens auf den nächsten Aufwind und der zielgerichteten, bewusst gesteuerten Aktivität. Schnell wirkt alles ernst und schwer. Wir verkrampfen uns, sorgen uns, haben Ängste und trauen uns nichts mehr zu, da wir die Hindernisse fürchten, die so ein Erdenleben bereithält. Und da unser bewegter Geist nun mal in einem mehr oder weniger fix vorgegebenen Korsett – unserem Körper – steckt, neigen wir so stark dazu, alles, was uns beschwert, blockiert und belastet in diesen Körper zu füllen und dort abzulegen. Wir funktionieren zwar weiterhin, merken aber sehr wohl, dass uns unsere natürliche Leichtigkeit, Beschwingtheit und Unvoreingenommenheit abhanden gekommen ist. Manchmal irren wir dann orientierungslos umher, finden unseren eigenen Rhythmus in Leben nicht mehr, fangen an, an Depressionen, Burnout und/oder körperlichen Schmerzen zu leiden. Wir sehnen uns nach der Kraft, die Flügel auszubreiten und uns emporzuschwingen in luftige Höhen, um das Leben und uns selbst mit dem notwendigen Abstand betrachten zu können, den es braucht, um die eigene Kraft (wieder) wahrnehmen zu können und sie im eigenen Tempo und im eigenen Lebensrhythmus wieder aktiv, sinnvoll und erfüllend zu nützen.

Ich kenne das alles aus meiner eigenen Erfahrung nur zu gut. Wenn ich schon früher gewusst hätte, wie wesentlich es für mein Wohlbefinden ist, ganz im Einklang mit meinem ureigenen Rhythmus zu leben, hätte ich schon eher aufgehört mit vielen Lebenssituationen mithalten und mithasten zu wollen und gegen das Gefühl anzukämpfen, nicht der “Norm” zu entsprechen.

“wir sind so schnell von
hier nach da, dass wir
noch gar nicht da sind”

(Anke Maggauer-Kirsche)

In meiner Praxis unterstütze ich Sie, Ihren Körper, Ihren Rhythmus und mögliche Blockaden (wieder) bewusst wahrzunehmen. Schmerzen im Bewegungsapparat, Verdauungsbeschwerden, Atembeschwerden und Symptome wie Migräne oder Verspannungen wurzeln oft ebenso sehr im Missachten des eigenen Tempos wie emotionale Inbalancen und psychische Beschwerden wie Depressionen.
Wir arbeiten sowohl am Körper als auch an den Rahmenbedingungen innerhalb derer sich Ihr Körper bewegt und ernährt.

Mit viel Bewusstsein, viel Hinspüren und dem Willen, etwas zu verändern, kann es so wieder Schritt für Schritt möglich werden, sich mit Leichtigkeit im eigenen Tempo zu bewegen, sich mit der innewohnenden ureigenen Kraft zu verbinden und frei atmen zu können :-).

Levitation